
Am vergangenen Donnerstag lief der von vielen langersehnte Blockbuster “Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele” (“The Hunger Games”) hierzulande in den Kinos an und lässt beim Hollywoodstudio Lionsgate und dem europäischen Co-Produzenten Studio Canal die Kasse klingeln. Weltweit ist ein unglaublicher Hype um die Verfilmung des ersten Bandes der “Die Tribute von Panem”-Trilogie (siehe meine Rezension) aus der Feder von Jugendbuchautorin Suzanne Collins entbrannt. Kritiker sagen dem “Panem”-Franchise voraus, irgendwann sogar in Harry Potter’sche Erfolgssphären vorstoßen und selbst megapopuläre Literaturverfilmungen wie Stephenie Meyers “Twilight”-Saga einigermaßen lässig in den Schatten stellen zu können.
Blöd nur, dass vieles von dem, was man bei Suzanne Collins’ Hungerspielen im Lande Panem zu sehen bekommt, so unglaublich neu und revolutionär gar nicht ist: In dem im Jahre 1999, also gut und gern acht Jahre vor dem ersten “Panem”-Band erschienenen Roman “Battle Royale” (“Batoru Rowaiaru” / “バトル・ロワイアル“), der von dem japanischen Autoren Koushun Takami geschrieben und hier in Deutschland zeitweise vom Heyne Verlag verlegt wurde, und auch in dessen, hierzulande bedauerlicherweise auf dem Index gelandeter, filmischer Umsetzung aus dem Jahr 2000 (siehe meine Rezension) findet sich sehr viel von dem wieder, für das Suzanne Collins nun so überschwänglich gefeiert wird – nur teils erheblich drastischer inszeniert, da ganz eindeutig primär für ein erwachsenes Publikum gedacht. Die Dichte und Frequenz der Übereinstimmungen präsentiert sich dabei passagenweise dermaßen hoch und dreist, dass man versucht ist, spontan im Hause von und zu Guttenberg durchzuklingeln, um nachzufragen, ob das denn wirklich sein kann..!
Dass sich Collins bei “Battle Royale” die ein oder andere, nun ja, Inspiration geholt zu haben scheint, ist im Übrigen nicht bloß mir aufgefallen. Selbst die renommierte US-Zeitung “New York Times” hat der Plagiatsdiskussion um “Panem” im vergangenen Jahr einen eigenen Artikel gewidmet. Auf die zig Gleichheiten und Parallelen angesprochen, ist sich Collins keiner Schuld bewusst: Sie habe von “Battle Royale” erst nach der Veröffentlichung ihres ersten “Panem”-Romans erfahren, sagt sie. – Also, ich habe da ja so meine Zweifel…
Es folgt eine Übersicht der auffälligsten Ähnlichkeiten zwischen “Die Tribute von Panem” und “Battle Royale”. Weitere copycatesque Passagen, etc dürfen sehr gerne in den Kommentaren unter dem Post ergänzt werden. Spoiler habe ich gegebenenfalls entsprechend markiert…
![]() Die Handlung von “Die Tribute von Panem – Gefährliche Spiele” findet etwa 80 Jahre in der Zukunft in einer dystopischen Welt statt und spielt in Panem, dem Nachfolgerstaat der heutigen USA. Die dortige Regierung agiert totalitär. |
![]() “Battle Royale” spielt in einer dystopischen Welt, in der die beiden asiatischen Großmächte China und Japan sich zu einem totalitären Asiatischen Kaiserreich zusammengeschlossen haben, das seine Bürger durch sadistische Strafmaßnahmen “auf Kurs” hält. |
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Jeder der 12 verbliebenen Distrikte Panems entsendet zwei Tribute, einen Jungen und ein Mädchen von höchstens 18 Jahren, zu den Hungerspielen. Somit treten insgesamt 24 Jugendliche gegeneinander an. |
In “Battle Royale” ist es eine 42 Schülerinnen und Schüler starke Schulklasse, die sich gegenseitig das Lebenslicht ausknipsen soll. Das Alter der Jungen und Mädchen variiert zwischen 12 bis 18 Jahren. |
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Im Vorfeld der Hungerspiele werden die einzelnen Tribute aus ihren Heimatdistriken abgeholt und in einem speziellen Trainingscenter auf die Kämpfe vorbereitet. |
Die Schüler werden unter einem Vorwand ihren Familien entrissen. Unmittelbar vor Beginn der Kämpfe erhalten die Schüler eine kurze Regel- und Waffenkunde in Form eines Videos. |
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Die Zuschauer der landesweit im TV übertragenen Hungerspiele können auf den Sieger der Arenakämpfe wetten. |
Regierungsbeamte schließen auf den Ausgang der Kämpfe im großen Stil Wetten ab. |
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Die Hungerspiele werden in einem von der Außenwelt abgegrenzten Areal, der sogenannten Arena veranstaltet. In dieser findet sich Terrain unterschiedlichster Beschaffenheit: Wiesen, Wälder, Seen, Bergmassive und Wüstengebiete – ideal für Hinterhalte. Der letzte Überlebende wird zum Sieger erklärt und darf die Arena verlassen und zu seiner Familie in seinen Heimatdistrikt zurückreisen. |
In “Battle Royale” findet das grausame Morden auf einer verlassenen Insel, unweit der Küste Japans statt. Ziel ist es, alle Gegner um die Ecke zu bringen, um die Insel wieder verlassen und zu seiner Familie zurückkehren zu dürfen. Sollten nach Ablauf des dritten Tages noch zwei oder mehr Schüler am Leben sein, werden diese von den Überwachern der Spiele auf der Stelle getötet. |
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Eine der Tribute wird als hinterlistig und verstohlen beschrieben und aus diesem Grund im Buch stets “Fuchsgesicht” genannt. Als Waffe nutzt sie eine kleine Sense / Sichel, um ihre Gegenspieler lautlos massakrieren zu können. |
Auch auf der Insel treibt eine hinterhältig agierende Schülerin ihr Unwesen. Auch sie nutzt als Waffe eine Sichel – und hört lustigerweise ebenfalls auf den Namen “Fuchsgesicht” (“Antlitz eines kleinen Fuchses”). |
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Rue ist ein kleines ängstliches Mädchen, das während der gesamten Hungerspiele darum bemüht ist, die direkte Konfrontation mit den anderen Tributen zu meiden, im Verborgenen zu agieren und durch Tricks so lange wie möglich am Leben zu bleiben. |
Auch in “BR” gibt es einen solchen Charakter: ein Mädchen, vielleicht 12 Jahre alt, selbst für eine Asiatin klein und zierlich gebaut und darauf bedacht, nicht aufzufallen. Sie nutzt Gift, um so heimtückisch Mitstreiter auszuschalten, deren Vertrauen sie gewonnen hat. |
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Cato ist der mit großem Abstand zäheste Tribut in der Arena und jener Gegner, mit dem Katniss und Peeta zum Ende hin um den Sieg kämpfen. Er trägt einen Ganzkörperpanzer und hält somit Angriffen ohne mit der Wimper zu zucken stand. |
Er ist ein Außenseiter und Waffennarr. Dutzende Leichen pflastern seinen Weg. Selbst Angriffe mit schweren Waffen machen ihm nahezu nichts aus, denn er hat als einziger eine dicke kugelsichere Weste auftreiben können, weshalb er erst als einer der letzten ins Gras beißt. |
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In der Arena befinden sich täglich wechselnde Gefahrenzonen. Hält sich ein Tribut dort auf, erwarten ihn Feuerwände, Hornissenschwärme und andere Gefahren, die ihm / ihr nach dem Leben trachten. |
Ja, auch auf der Insel existieren so genannte “Gefahrenzonen”, die im Unterschied zu jenen in der panem’schen Arena allerdings mehrmals täglich ihre Position wechseln können. |
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Jeden Abend wird den Tributen die Anzahl der bereits getöteten Gegner mitgeteilt. Dies geschieht mittels Kanonenschüssen. Zusätzlich wird ein Portrait eines jeden verstorbenen Tributs in den Nachthimmel projiziert. |
In “Battle Royale” erhalten die Schüler mehrmals am Tag Hinweise darauf, wie viele Gegner noch am Leben sind. Dies passiert in Form von Lautsprecherdurchsagen, in denen die Namen der verstorbenen Schüler vorgelesen werden. |
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Am Ende der Hungerspiele verlassen Katniss und Peeta gemeinsam als Sieger die Arena, indem sie sich strikt weigern, dem anderen etwas anzutun. Durch diesen öffentlichen Aufstand gegen das System ziehen sie den Zorn des Kapitols auf sich. |
Zum Schluss verlässt ein Schülerpärchen die Arena als Sieger, indem sie die Überwacher der Kämpfe austricksen, um sich nicht gegenseitig etwas antun zu müssen. Dadurch werden sie zu landesweit gejagten Systemkritikern. |
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Hand auf’s Herz: “Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele” ist ein wirklich nettes, fesselndes Jugendbuch, dem die Filmumsetzung sicherlich in nichts nachsteht. Und dennoch: Wer das japanische “Original” gelesen oder gesehen hat, sieht die Hungerspiele mit anderen Augen! Sind diese teilweise wirklich frappierenden Ähnlichkeiten zwischen “Panem” und “Battle Royale” wirklich reiner Zufall, wie Collins immer wieder beteuert?
Fassen wir noch einmal zusammen: Sowohl “Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele” als auch “Battle Royale” spielen in einer dystopischen Zukunft, in einem fiktiven Staat, welcher aus dem Zusammenschluss gegenwärtig existenter Staaten hervorgegangen ist und von einer totalitär agierenden Regierung geführt wird. Es finden alljährlich perverse Kämpfe zwischen Jugendlichen und Kindern statt, mit dem Hintergedanken, das Volk in steter Angst leben zu lassen, zu unterdrücken und daran zu erinnern, von einem Aufstand gegen das vorherrschende System Abstand zu nehmen. Auf den Ausgang der Kämpfe können im großen Stil Wetten abgeschlossen werden. Das Kampfgeschehen findet in einem extra zu diesem Zweck von der Außenwelt abgeschnittenen Kampfgebiet statt. In der Hungerspiel-Arena als auch auf der verlassenen Insel existieren sogenannte Gefahrenzonen, die ihren Standort wechseln können. In “Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele” und in “Battle Royale” gibt es ein Mädchen namens Fuchsgesicht, das eine Sichel / Sense als Waffe benutzt. Es existiert ein kleines, zierliches Mädchen, das lieber ungesehen im Hintergrund überleben will, anstatt die offene Konfrontation mit den Gegnern zu suchen. Sowohl Suzanne Collins als auch Koushun Takami kamen auf die Idee, den übermächtig erscheinenden “Endgegner” mit einem waffenresistenten Körperpanzer / einer Schussweste auszustatten, was ihn die meisten Angriffe relativ locker wegstecken lässt. Die noch lebenden Tribute / Schüler werden jeden Tag über die noch verbleibende Anzahl von Gegnern informiert, wer genau ausgeschieden ist, wird visualisiert / vorgelesen. Zum Sieger wird erklärt, wer den sadistisch angehauchten Wettkampf als einziger überlebt. In beiden Romanen gewinnen, entgegen der Intention der Spiele, jeweils ein Junge und ein Mädchen, indem sie die Spielregeln brechen und die Veranstalter / die Überwacher austricksen. In beiden Fällen hat dies für sie weitreichende Konsequenzen, was massenhaft Stoff für einen jeweils existierenden Nachfolger liefert.
Und diese Fülle von offensichtlichen Überschneidungen und Parallelen soll ernsthaft nichts als Zufall sein? – Nicht falsch verstehen: Ich werfe Suzanne Collins an dieser Stelle nicht vor, dass sie sich von Koushun Takami zu einer Geschichte mit ähnlich gelagerter Thematik hat inspirieren lassen. Sondern, dass es im Grunde ein und dieselbe Geschichte ist, mit ähnlichen Charakteren (welche in einem krassen Fall sogar dieselben Namen tragen und mit den gleichen Waffen unterwegs sind), denselben Handlungstwists, exakt den gleichen Besonderheiten im Kampfgebiet und last but not least mit identischem Ausgang, – und dass sie nicht den Mumm hat, dies offen zuzugeben! Ok, Collins hat ihre “Tödlichen Spiele” eigenständig um einen ellenlangen, in meinen Augen viel zu langatmigen Vorlauf erweitert, aber das kann’s ja wohl nicht sein! Ansonsten handelt es sich beim ersten Band der “Die Tribute von Panem”-Trilogie zu großen Teilen um eine ziemlich plumpe Kopie von “Battle Royale”, der wie schon geschrieben eine auf eine primär weibliche, jugendliche Leserschaft abzielende, lediglich aus der Sicht der Hauptperson erzählte Hintergrundgeschichte zugedichtet wurde und bei der, um ins Jugendbuch Genre zu passen, der sehr hohe Gewaltgrad des Vorbilds deutlich reduziert wurde!
Also, ich weiß ja nicht…




InaiMathi.de
kann dir in deiner beurteilung nur voll und ganz zustimmen. der verweis darauf, dass keine geschichte gänzlich neu sein kann, ist absurd. hier geht es um handfeste parallelen und übereinstimmungen. das ganze riecht nicht nur nach plagiat, es stinkt meilenweit danach. ihre beiläufige erklärung, sie habe von battle royal erst nach der veröffentlichung ihres ersten panem-buches erfahren, ist wie eine verhöhnung. ich lasse mich jedenfalls nicht für dumm verkaufen.
Man kanns auch übertreiben :P
nicht böse gemeint aber mal ehrlich, die Bücher sind verdammt gut. Und wenn Suzanne Collins abgeguckt haben sollte, na und?
Rue mit dieser Giftmischerin zu vergleichen, finde ich ein bisschen übertrieben. Nenn mir eine Stelle in der Rue so hinterhältig handelt?
Auch auf die Wetten kann jeder normale Mensch in seiner Fantasie kommen. Ich denke nicht, das BR so kreativ beschrieben wurde mit dem Kapitol, die Kleidung, das Ereignis, das aus den Hungerspielen gemacht wurde. Und trotz Parallelen, würde ich mich auch um das Ende streiten:
*****SPOILER*****
Klar kommen Katniss und Peeta raus, aber im Gegensatz zu den anderen beiden aus BR müssen sie nicht flüchten und nach den Tödlichen Spielen gehts ja noch genial weiter.
*****SPOILER ENDE****
Und nochwas. Ich kannte Battle Royal auch nicht. Wenn ich auf die Idee mit Panem gekommen wäre und danach von dem anderen Teil erfahren hätte, könnte ich ja auch nichts für. Scheinbar ist es ja nicht so bekannt.
Zu Fuchsgesicht muss ich auch noch was sagen.
In der 7ten Klasse (Ich bin jetzt 20) habe ich einmal eine Geschichte geschrieben. Da ging es um Ein Mädchen, welches immer gepiesakt wurde, von ihrer Mitschülerin. Wisst ihr wie ich die Mitschülerin aufgrund ihrer hinterlistigen Art genannt habe? Richtig, Fuchsgesicht. Sehr seltsam, habe ich nun auch kopiert? Oder ist es einfach Fakt, das der Fuchs für Hinterlistigkeit und Cleverness steht?
Ich kann mich auch nicht darüber aufregen. Historisch gesehen gibt es das immer wieder: bei Robinson Crusoe, bei Gargantue et Pantagruel, usw.
Wie viele Romane gibt es heute, nur weil Pasolini mit seinem Eragon so einen Erfolg hatte?
Und wie viele Vampirgeschichten?
Schick ist das nicht, sicherlich, wenn ein Roman so viele Parallelen aufweist, aber tatsächlich nicht ungewöhnlich.
Die Parallelen sind mir auch sofort aufgefallen, wenn auch nicht so bis ins Detail, weil es einige Jahre her ist, dass ich den Film gesehen habe.
Allerdings besteht Panem ja nicht nur aus diesen Parallelen, sondern noch aus wesentlich mehr und Collins hat da noch einige Ideen. Intertextuell gesehen wirst du kaum Literatur finden, die sich nicht zumindest entfernt auf anderer Literatur aufbaut. Bestimmte Topoi finden sich halt, mehr oder weniger offensichtlich, immer wieder.
Natürlich scheinen einige Parallelen hier doch sehr auffällig zu sein, wobei ich auch nicht allem zustimme (die Vorbereitung der Kandidaten bei BR bestand doch z.B. nur daraus, dass sie ein Video gesehen haben und ihre Ausrüstung bekommen haben, oder?), aber das ändert nichts daran, dass die Panem Trilogie großartig ist. Meiner Meinung nach.
Letztlich wird es so sein: Panem-Fans werden die Bücher weiterhin großartig finden und andere (die vielleicht auch vom Hype genervt sind) werden Plagiat schreien.
[...] solcher Meinungen finden. Hier eine kleine Zusammenfassung: Abgebrochen: Die Tribute von Panem Die Royale Battle von Panem Auch die New York Times mischt [...]
Wie kannst du Rue nur mit der Giftmischerin vergleichen??? Ich kenne sowohl Battle Royale als auch Panem und finde die Parallelen nicht annähernd so krass wie du. Abgesehen davon, dass die Geschichte von Collins wesentlich besser durchdacht und erläutert wird, während Battle Royale nichts weiter als ein brutales Blutbad ist.
Da ich in meinem Artikel auch auf dein Review eingehe, üwrde mich deine Meinung dazu interessieren.
[Edit: Eigenwerbung entfernt]
In diesem Artikel stimme ich dir vollkommen zu.
Ich kenne The Hunger Games und Battle Royale,aber beide Filme (bzw.bei BR auch noch Requiem) gesehen und die Bücher gelesen.
Ich liebe BR,da ist es natürlich klar das ich mich aufrege wenn alle
meine Freundin davon schwärmen wie gut die Story von THG doch ist
usw.Trotzdem hasse ich The Hunger Games nicht.Die Bücher fand
ich gut,der Film war eig. auch ganz gut.Ich mag zwar BR lieber,aber
THG ist halt auch okay.Trotzdem finde ich das THG-Fans einbisschen
respektvoller sein könnten.Wenn wir schreiben wir finden BR besser
als THG ist das nur unsere Meinung.Klar,man will seinen Favoriten ver
teidigen,mir ist sowas auch mal passiert.Eine Serie die ich mochte , wurde ständig mit einer anderen verglichen.Als erstes fand ich es
lächerlich,aber später beschäftigte ich mich mit der anderen und heute
mag ich beide.Die Fans von THG könnten wenigstens versuchen uns
zuverstehen.
Fazit meiner Meinung: Ich mag THG,aber BR bleibt das Original und das
bessere.
[...] [Zur Kritik] [...]
Ich habe kürzlich The Hunger Games geschaut, welcher mir überdurchschnittlich gut gefallen hat, ergo habe ich mir anschliessend die Bücher zugelegt. Die ersten beiden Bände hab ich auch recht zügig durch gehabt, aber m.E. zieht sich Band 3 wie Kaugummi, mag daran liegen dass hier der weitgehend eigenständige Teil vorliegt, den Collins beisteuert, ohne sich einer Vorlage zu bedienen oder auf altbewährtes (aus Band 1) zurückzugreifen.
BR habe ich seinerzeit im Orignal mit UT geschaut und finde das deutlich abgekupfert wurde, was aber wie im Review auch erwähnt wird nicht schlecht ist. Denn BR ist nun mal ein Asia Film mit dem viele aufgrund seiner Machart (typisch japanisch würde ich zu manchem sagen) nur bedingt Freunde findet. Panem hingegen ist zugeschitten auf eine möglichst große Zielgruppe und das ist durchaus gelungen.
Die o.g. direkten Vergleiche kann ich nur teilweise nachvollziehen,
da sehe ich größere Verbindungen/Parallelen zu anderen (deutlich älteren) Werken die man heranziehen könnte.
Sicher kennen viele auch die im gleichen Atemzug genannten Werke von King/Bachmann “Todesmarsch” und “Menschenjagd”, wobei letzteres sich wohl auch bei “The Prize of Peril” bedient hat.
Auch zu erwähnen wäre wohl noch “Survivor” in dem es um die Olympic War Games geht, welche den Frieden sichern. Schaut man sich diese Bücher alle mal an und vergleicht Sie mit Panem wirds doch eng für Miss Collins, Sie hat das Rad nunmal nicht neu erfunden, aber eben zur richtigen Zeit gut adaptiert und (das ist der Hauptgrund des weltweiten Erfolgs) extrem gutes Marketing und PR bekommen.
Übrigens wurde “Price of Peril” bei uns 1970 als “Das Millionenspiel” verfilmt, wurde aber ca. 30 Jahre lang im Giftschrank versteckt.
@Arilon
Danke dir für diesen sachlich gehaltenen Kommentar, den ich prinzipiell so unterschreiben würde!
Der direkte Vergleich zu “Battle Royale” drängte sich mir geradezu auf, da beide Werke, sowohl “Panem” als auch BA, noch recht aktuell sind, und sich die Parallelen und Überschneidungen – zumindest meines Wissens nach – in keinem der oben genannten Werke so derart offensichtlich und krass gestalten. Und das nicht nur von ihrer grundlegenden Thematik her, sondern auch was viele ausgearbeitete Details der Handlung betrifft, – genau das ist es ja, was mich so stört.
@markus
Du hast vollkommen Recht das die schnittmenge bei “panem” und “BR”, die größte und deutlichste ist. Das ich manche deiner vergleiche bisher “nur” teilweise nachvollziehen kann, mag daran liegen das ich BR bisher nur als Film kenne, du aber scheinbar auf die detailreichere Buchvorlage zurückgreifen kannst. Das Buch wird aber nachgeholt, sobald nächsten Monat die neuauflage erscheint.
Die von mir erwähnten anderen Werke sollten daher eher verdeutlichen, dass selbst das was sich nicht in der “Panem” “BR” Schnittmenge findet, nicht “neu” ist sondern in eben anderen (Thematisch ähnlichen) Vorlagen bereits vorkommt.
zB die Sensationslust der Zuschauer oder deren Möglichkeit bedingt einzugreifen, die notwendigkeit eines siegers, die intensive Freundschaft die sich unter fremden trotz der Umstände (es kann nur einen geben) entwickelt, eben Punkte bei welchen ein pro-panem vertreter sagen würde das gibts bei br nicht oder ist da eben ganz anders.