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Der harte Weg zum Idealgewicht – Ein How-To auf Basis von Low-Carb und eisernem Willen

Gestern war’s endlich soweit: Beim allabendlichen Gang auf die Waage stellte ich dezent irritiert und irgendwie auch ziemlich baff fest, dass ich – *Trommelwirbel* – mein selbstgestecktes Abnehmziel erreichte habe! Im Klartext heißt das: In den vergangenen rund sieben Monaten haben sich exakt 50 Kilo verdünnisiert, verteilt auf 1,94m! – Jeeez, bin schon bisschen stolz auf mich! :))

Dank Google Analytics weiß ich, dass sich viele Leute fragen, ob es denn wirklich stimmt, dass man, nachdem man abgenommen hat, glücklicher ist und sich besser fühlt. – Ich kann dazu nur Folgendes sagen: Es ist ein absolut grandioses Gefühl! Ich bereue keine Sekunde, im vergangenen September nach einer persönlichen Enttäuschung Marke “Schlag ins Gesicht” den Entschluss gefasst zu haben, endlich mal bisschen abzuspecken. Und zwar nicht pussy-like schön schonend über ein, zwei Jahre, sondern wie sich das für ‘nen Kerl gehört, möglichst auf die schnelle, die radikale Art! ;)

Im Rahmen dieses Posts will ich noch einmal zusammenfassend darauf eingehen, was genau für mich der sprichwörtliche Schlüssel zum Erfolg war, um so vielleicht dem ein oder anderen bei seiner persönlichen “Mission: Abnehmen” ein bisschen helfen zu können.

Low-Carb-Diät
Ganz zu Beginn der Diät stand ich vor der schwierigen Frage, welche Diät-Methode es denn sein soll. Gibt ja einige. Bei der einen reduziert man schlicht und ergreifend die Kalorien (Stichwort: “FdH” oder “Friss die Hälfte”), bei der anderen soll man möglichst auf Fette verzichten, bei wieder anderen setzt man wiederum voll auf Eiweiß, dafür muss jedoch alles andere auf ein absolutes Minimum reduziert werden, und und und. Ich entschied mich nach reiflicher Überlegung für die sogenannte “Low-Carb-Diät”, die, wie ihr Name schon andeutet, im Kern darauf aufbaut, über den Tag verteilt möglichst wenig Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Klingt ja erstmal recht simpel, doch wenn man sich mal auf den Packungsrückseiten von Cornflakes, Brot, Pick-Ups, etc. so anschaut, wie viele Kohlenhydrate jeweils enthalten sind, wird einem ziemlich schnell bewusst, dass das ganze Vorhaben doch kein Zuckerschlecken werden wird. Denn: Kohlenhydrate sind quasi überall drin – und das in gar nicht mal so geringen Mengen! Aber naja, da muss man nun mal durch, wenn man was erreichen will. Ich hab dem Thema “Low-Carb-Diät” vor ein paar Monaten einen eigenen ausführlichen Blogpost gewidmet, kann den elementaren Gedanken hinter der Methode aber im nächsten Absatz auch noch mal zusammenfassen.

Kohlenhydrate sind für den menschlichen Körper der Energieträger / -lieferant Nummer 1. In gesunden Mengen helfen sie ihm, “den Betrieb aufrecht zu erhalten”. Ein Überschuss an Kohlenhydraten halst unserem Körper jedoch ein ziemliches Luxusproblem auf: Zu viele Energierationen, die verbrannt werden müssen, und viel zu wenig Zeit. Irgendwann kommt unser Körper schlicht und ergreifend nicht mehr nach. Ist dies der Fall, lagert er die überschüssige Energie ein, für schlechte Zeiten sozusagen, was sich über kurz oder lang in Form von Fettpolstern bemerkbar macht. Die Idee hinter der “Low-Carb-Diät” ist, seinem Körper mittels einer Reduzierung der täglich über die Nahrung zugeführten Menge Kohlehydrate auf ein gesundheitlich noch vertretbares Minimum gewissermaßen einen Mangel vorzugaukeln, was ihn relativ zügig dazu veranlasst, diesen Mangel mittels der eingelagerten “Notreserven”, den Fettpolsterchen / dem Hüftgold / whatever zu kompensieren, sprich: er wandelt das eingelagerte Fett in fehlende Energie um. Ergo: Man nimmt kontinuierlich ab! Außerdem wirkt sich die Reduktion der Kohlenhydrate positiv auf den Insulinspiegel (ein hoher Insulinspiegel führt u.a. zu erhöhter Fettproduktion) aus. Das wirklich Schöne an dieser “Low-Carb-Diät” ist, dass man theoretisch auf nichts verzichten muss. Man kann weiterhin essen, was man will, – solange eben nicht zu viele Kohlenhydrate enthalten sind. Idealerweise setzt man stattdessen auf fett- und eisweissreiche Lebensmittel, sowie auf viel Gümüse und Obst. Doch Vorsicht: Zu viel Obst kann sich wiederum negativ auf den Insulinspiegel auswirken. Schuld daran ist der Fruchtzucker.

Wer darüber hinaus auch die täglich verzehrten Kalorien reduziert, sagen wir wie ich auf ca. 1000 – 1500 am Tag, was sich ungefähr bei 50 Prozent im für einen Mann idealen Korridor bewegt, erzielt natürlich deutlich schneller Ergebnisse als jemand, der weiterhin isst, worauf er gerade Appetit hat.

Broteinheiten-Methode nach Wolfgang Lutz
Die “Low-Carb-Diät” basiert also gewissermaßen auf einer strengen Kohlenhydratreduktion. Doch woher weiß man, wie viele Kohlenhydrate man noch zu sich nehmen darf? Wann genau ist die kritische Menge erreicht? Ich habe mich was das angeht bei meiner Diät an der so genannten Broteinheiten-Methode nach Auslegung von Wolfgang Lutz orientiert – und werde dies auch weiterhin tun. Diese empfiehlt bis zu 13 sog. Broteinheiten (BE) am Tag als optimal, um über kurz oder lang Gewicht zu reduzieren. Eine Broteinheit entspricht dabei 12 Gramm an verdaulichen und damit blutzuckerwirksamen Kohlenhydraten in entweder Zucker- oder Stärkeform, was wiederum einem Energiewert von 200 kj (~50 Kalorien) gleichkommt. Damit man nicht ständig irgendwelche Packungsrückseiten studieren muss, gibt’s im Web Unmengen an seriösen (!) Seiten mit umfangreichen Datenbanken, in denen man die BE-Klassifizierung der verschiedensten Lebensmittel nachschlagen kann. So entsprechen beispielsweise zwei Scheiben Knäckebrot ohne Belag exakt 1 Broteinheit, die gute alte Banane kommt ebenfalls auf nur 1 BE und der leckere, aber leider jedoch scheiß ungesunde Döner-Kebab erreicht je nach Zubereitung 5-6 Broteinheiten. Mehr dazu an dieser Stelle.

Immens wichtig ist auch die korrekte Verteilung der Mahlzeiten über den Tag. So sollte man im Idealfall über den Tag verteilt drei Hauptmahlzeiten á 3 BE sowie zwei kleinere Zwischenmahlzeiten á 2 BE zu sich nehmen, anstatt alle Broteinheiten in einer ausladenden Fressorgie auf einmal “aufzubrauchen”. Für die Hauptmahlzeiten bietet sich logischerweise das in hiesigen Breitengraden verbreitete Schema “Morgens – Mittags – Abends” (je 3 BE) an, unterbrochen von je einer Zwischenmahlzeit á 2 BE gegen das gemeine Hungergefühl zwischendurch. Wer auf diese gleichmäßige Verteilung seiner Mahlzeiten setzt, gibt seinem Körper die Chance, die aufgenommene Nahrung besser anzuverdauen und die enthaltene Energie schneller zu verwerten, bevor die nächste Mahlzeit kommt. Der Vergleich mit einer alten Dampflok ist vielleicht gar nicht mal so unpassend: So wurde die Kohle vom Heizer ja bekanntlich auch über die komplette Fahrt verteilt zugeschaufelt, um das Feuer unter dem Heizkessel am Lodern zu halten, und eben nicht auf einmal, was das Feuer sicherlich erstickt hätte. Ähnlich verhält es sich mit unserem Körper und der Zufuhr von Kohlenhydraten. Übrigens: Die weit verbreitete Meinung, mindestens eine der drei Hauptmahlzeiten, bevorzugt das Mittag- oder Abendessen, müsse zwingend eine warme ein, kann inzwischen getrost als überholt angesehen werden.

Regelmäßiges Jogging und Cycling
Wer seine Ernährung umstellt, und sei es noch so radikal, ansonsten aber so weiter macht wie bisher, erreicht nicht wirklich viel. Im Kopf muss der berühmte Schalter umgelegt werden, hin zu einem rundum gesünderen Leben – und zu einem solchen gehört auf jeden Fall regelmäßiger Sport! Mir ging es beispielsweise so, dass ich zu Beginn meiner “Abnehm-Obsession” keine oder kaum Erfolge verzeichnen konnte. Erst als ich wieder mit regelmäßigem Sport anfing, purzelten die Pfunde. Um mal konkret zu werden: 2 Kilo im zweiten Monat, 8 Kilo im dritten, 12 Kilo im vierten und so weiter.

Mittlerweile bin ich mehrmals die Woche entweder am Aachener Weiher, oder aber, wenn es dort mal wieder tierisch voll ist, was in den sonnigen Sommermonaten ja durchaus mal vorkommt, in den Wäldern im Kölner Norden unterwegs. Hüben wie drüben lässt es sich sehr angenehm joggen! Dazu kommen seit gut zwei Monaten allabendliches Cycling für die allgemeine Ausdauer, lege dann meistens so um die 20 km zurück, sowie von der Anzahl her der vorherrschenden Laune angepasste Crunch- und Pull-Ups auf der Matte.

Auch hier gilt: Durchhalten, durchhalten, durchhalten! Anfangs ist es alles andere als einfach, sich immer wieder aufzuraffen, um ein paar Kilometer abzuspulen, bzw. regelmäßig die Übungen zu machen. Aber mit der Zeit kommt die erforderliche Ausdauer hinzu, das Laufen gestaltet sich daraufhin deutlich einfacher, man probiert neue Techniken aus und ja, irgendwann wird man sogar ein bisschen süchtig danach, sich zügigen Schrittes von A nach B oder wahlweise auch im Kreis zu bewegen! ;) Immens wichtig ist es, stets ein großes Ziel vor Augen zu haben, auf das es sich hinzuarbeiten lohnt, – und dann heißt es Tunnelblick aufsetzen und ab geht’s! Immer weiter laufen, ja nicht stehen bleiben! Die Muskeln können noch so sehr ziehen und schmerzen. Zähne zusammenbeißen und weiter, denn: Wer schön sein will, muss leiden! Ja, so ist das leider…

Eine Unmenge nützlicher Tipps, wie man das meiste aus sich und seinen Jogging-Sessions rausholt und dabei die gesundheitliche Komponente nicht aus den Augen verliert, habe ich auf dieser ziemlich urigen, aber dennoch äußerst informativen Website zum Thema Jogging gefunden. Bei Interesse einfach mal vorbeischauen und bookmarken!

Btw: Als jemand, der genau wie ich jahrelang ein paar Kilo zu viel mit sich rumschleppte, glaubt man gar nicht, was für ein – ja – geiles Gefühl es ist, mal ein anspruchsvolles Workout durchzuziehen. Einfach so, weil man es (wieder) kann, ohne verzweifelt nach Luft ringend zusammenzubrechen. – Außerdem: Muskelkater am Abend, kombiniert mit dem guten Gefühl, etwas für seine Gesundheit getan zu haben, ist in der Tat unbezahlbar!

Tipps und Tricks
Übrigens: Man kann auch im Schlaf abnehmen! Glaubt ihr nicht? Dann habt ihr wahrscheinlich auch noch nichts von den fettverbrennenden Eigenschaften scharfer Gewürze gehört? Dem Thema habe ich die Tage ebenfalls einen ausführlichen Post gewidmet. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören demnach scharfer Senf, Tabasco und die gute alte Ananas.

Fazit
50 f*cking Kilo in knapp sieben Monaten: Ja, ich bin stolz auf mich! Das Resultat kann sich schon jetzt, wie ich finde, sehen lassen, und ja, es ist wirklich so: Wieder schlank zu sein macht echt glücklich! Darüber hinaus bringt es eigentlich nur Vorteile mit sich: Sowohl auf sozialer Ebene, als auch was die Optik und das Ego angeht! Ganz zu schweigen von den besseren Blutwerten, einem niedrigerem Blutdruck, usw. ;) – Und so kann ich nur jedem da draußen, der Probleme mit seinem Gewicht hat, raten: Setzt euch ein Ziel und arbeitet kontinuierlich darauf hin, dieses Ziel, und möge es noch so ehrgeizig sein, irgendwann zu erreichen. Ob es nun so zügig geht wie bei mir oder meinetwegen ein, zwei Jahre dauert, ist dabei gänzlich egal. Wichtig ist, dass sich etwas ändert. Schüttelt eure Lethargie ab und ändert euer Leben hin zum Besseren! Ich hab’s geschafft, also könnt ihr das auch!

Wünsche viel Erfolg! :)

Disclaimer: An dieser Stelle sei nochmal darauf hingewiesen, dass ich kein professioneller Ernährungsberater bin, was bedeutet, dass dies hier keine allgemein gültige Abnehmmethode ist! Jeder Mensch ist anders, und so kann etwas, das bei mir nachweislich hervorragend funktioniert hat, bei einem anderen Menschen zu einem absoluten Fiasko führen! Also bitte nicht einfach blindlinks kopieren, sondern im Zweifel lieber einen Arzt hinzuziehen!

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