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InaiMathi Blog

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - © Concorde Filmverleih

Ganz ehrlich und bei aller Liebe: Die allerorten hochgelobte „Twilight“-Saga aus der Feder von Autorin Stephenie Meyer entwickelt sich für mich persönlich immer mehr zu einer waschechten Enttäuschung auf ganz, ganz niedrigem Niveau!

Nachdem ich den ersten Film der Reihe „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ (siehe meine Rezension) noch als einigermaßen erträglich empfunden hatte – um genau zu sein, fand ich ihn sogar ziemlich gelungen! – ging es schon mit dem Sequel „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ (Rezension) steil bergab. „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ (Rezension) markierte den vorläufigen Tiefpunkt, nur knapp oberhalb der Grenze zum zweifelhaften Totalausfall!

Mit „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht“ läuft seit November vergangenen Jahres der inzwischen vierte bissige Vampirstreifen aus der Reihe in den Kinos. Eine Veröffentlichung auf DVD und BluRay ist für den 29. März 2012 anberaumt. – Es folgt meine ausführliche Filmrezension zu „Breaking Dawn“, die aufzeigen soll, ob es den Machern gelungen ist, das Ruder doch noch herumzureißen.

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht
(Breaking Dawn)
mit Robert PattinsonKristen StewartTaylor Lautner
Fantasy, USA / Kanada, 2011
Summit Entertainment

Trailer

Inhalt
„Ein Jahr voller Glück, aber auch voller Schmerz liegt hinter Bella (Kristen Stewart). Ein Jahr, in dem sie fast zerbrochen wäre, weil ihre Leidenschaft für Edward (Robert Pattinson) und ihre innige Freundschaft zu Jacob (Taylor Tautner) einfach unvereinbar sind. Aber nun ist ihre Entscheidung gefallen. Unwiderruflich, auch wenn es so aussieht, als setze sie eine Entwicklung in Gang, die möglicherweise verheerend für sie alle ist. Noch hofft Bella, die verschieden Fäden ihres Lebens wieder zusammenführen zu können, da droht alles für immer zerstört zu werden.“ – Quelle

Kritik
Um es kurz zu machen: „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht“ ist eine einzige Ansammlung von einer belanglosen Szene an die nächste, die niemanden, aber auch wirklich niemanden, der sich im Vorfeld nicht bis zum Erbrechen mit Stephenie Meyers „Twilight“-Saga befasst hat, interessieren sollte: Da wird relativ oft relativ sinnlos in der Gegend rumgestanden, ausschweifende Dialoge werden geführt, die ebenfalls niemanden tangieren, oder es wird exzessiv gevögelt. Und zu guter letzt geht auch noch ein Bett zu Bruch. Uuuh… – get a life, Mädchen!

Der Film beginnt mit jenem höchst freudigen Anlass, auf welchen in den drei vorausgegangenen „Twilight“-Blockbustern auf Biegen und Brechen hingearbeitet wurde: die Hochzeit von Blutsauger Edward Cullen und seiner Braut Bella Swan. Allein für diese Szene kann man schon einmal eine gute halbe Stunde einplanen. Was mich quasi sofort positiv stimmte: Annährend dem gesamten Cast wurde endlich, endlich ein neues Styling verpasst! Dies war auch dringend nötig, denn die grenzwertige Matte, mit der insbesondere Pattinson gute drei Jahre lang die Weltgeschichte beglückt hatte, war echt nicht mehr zu ertragen! Nicht ganz so positiv: Kristen Stewart ist – was ihre schauspielerischen Fähigkeiten betrifft – beschränkt wie eh und je, und wäre das nicht bereits genug, musste sie für ihre Rolle in „Breaking Dawn“ dem Vernehmen nach jedoch einige Kilos abspecken – was man ihr leider auch ansieht.

Hat man die wohl am langatmigsten inszenierte Teenie-Hochzeit ever endlich hinter sich gebracht, muss man das frisch vermählte Traumpaar ebenfalls für eine gute halbe Stunde in den Flitterwochen ertragen. Die verleben die beiden (man hat’s schließlich!) irgendwo in Südamerika, abgeschieden auf einer der zahlreichen Privatinseln des Cullen Clans. Abgeschieden vor allem und insbesondere deshalb, damit die beiden ungestört und hemmungslos rummachen können. Dabei geht dann auch im Eifer des Gefechts besagtes Bett zu Bruch. – Wahnsinn!

Hat man auch diese an Belanglosigkeit nicht zu übertreffende Aneinanderreihung von kostengünstig produzieren Einstellungen überstanden (überhaupt macht „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht“ einen überaus billigen Eindruck, da massenhaft Studiodrehs, viel Blue- und Greenscreen, ein Soundtrack, der kaum der Rede wert ist, etc.), darf man getrost die – zuvor kaltgestellte – Flasche Sekt aufmachen und Bergfest feiern! Dass nun nicht mehr sonderlich viel Zeit für eine zur Abwechslung vielleicht mal im Ansatz interessante Handlung übrig bleibt, haben spätestens an dieser Stelle auch die Drehbuchautoren gemerkt, und vom Leerlauf zumindest mal in den ersten gang geschaltet, was man fortan ein bisschen an den sich nun beinahe überschlagenden Ereignissen und Schicksalsschlägen merkt: Bella wird – vollkommen unerwartet für sie und auch für alle anderen – schwanger! Ich möchte den beiden nun an dieser Stelle nichts unterstellen, aber: Entweder haben sie und ihr ätzender Edward schlicht die Verhütung vergessen – oder aber ihr Göttergatte ist nicht nur was sein Äußeres angeht ziemlich ätzend geraten. Naja, Vampir halt, man kennt das ja…

In der letzten halben Stunde thematisiert „Breaking Dawn“ Bellas von den Fans der Reihe sehnlichst herbeigewünschte Transformation zum Vampir, und auch hier muss ich wieder energisch mit dem Kopf schütteln, denn ganz ehrlich: Dafür, dass genau diese Transformation (neben der unfassbar dämlichen Rumvögelei) im Vorfeld des Kinostarts so penetrant in den Himmel gehyped wurde, ist sie (genau wie das Vögeln an sich) ganz schön unspektakulär geraten! Im Prinzip kann man Bellas Verwandlung wie folgt zusammenfassen: Sex – schwanger – auf der Couch rumsitzen und Bauch tätscheln – lecker Blutmilchshake schlürfen (selbstredend stilecht durch ’nen Strohhalm, für mich übrigens der einzige gute „Joke“ im Film) – hysterisch werden – Bruch des Rückgrates – in Ohnmacht fallen – das Zeitliche segnen – theatralisch die Augen aufschlagen… – tja, im Prinzip war’s das, auf zum Abspann!

Na gut, zwischendrin wird immer mal wieder der gute Taylor Lautner ins Bild gequetscht oder aber er läuft uninspiriert durch selbiges. Entweder, um Buddy-like für seine beste Freundin Bella da zu sein, die von seinem vampirischen Erzfeind geschwängert wurde, oder einfach nur so ohne tieferen Sinn und Verstand. Positiv: Die in den vorigen „Twilight“-Streifen in meinen Augen ziemlich dilettantisch animierten CGI-Wölfe sind inzwischen wirklich ansehnlich. Kompliment dafür! Negativ: Wer schon immer wissen wollte, auf wen Jacob denn nun geprägt wird, sollte der verlockenden Versuchung, „Breaking Dawn“ als ganz ohne Zweifel überteuerte Schlaftablette zu nutzen, widerstehen und stattdessen versuchen, sich nach Leibeskrägten wachhalten – oder alternativ bis kurz vor Filmende vorskippen. Allerdings… nun ja, ich fand‘ die „prägnante Szene“ (*höhö*), in der das Geheimnis endlich gelüftet wird, ein schon ein wenig fragwürdig, wenn nicht sogar leicht pädophil angehaucht. Aber gut, darüber lässt sich mit Sicherheit vortrefflich streiten, – nur bitte nicht hier, in diesem Blog.

Das war’s jetzt aber wirklich!

Wobei… die Credits sollte man auf jeden Fall mitgucken, sonst entgeht einem der einzige prominente Auftritt der Volturi im gesamten Film.

Jetzt aber: Fin

Fazit
Ich denke, es kommt ganz gut rüber, dass mir „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht“, die mittlerweile vierte Verfilmung eines Romans aus Stephenie Meyers (viel zu) populärer „Twilight“-Saga, so gar nicht zugesagt hat. Für mich stellt der Streifen zwei Stunden gepflegte Langeweile da, die sich eigentlich nur dann ohne bleibende Schäden überstehen lässt, wenn man entweder a) ein absoluter Die-Hard-Fan der Buchreihe ist, oder b) ein ausgeprägtes Faible für schlechte Filme sein Eigen nennt. Wer hingegen so etwas wie Anspruch, geschweige denn Sinn sucht, ist bei „Breaking Dawn“ an der falschen Adresse!

— InaiMathi, am 5. März 2012

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht

Genre: Fantasy
Release: 2011
Laufzeit: 117 Minuten
Studio: Summit Entertainment
Publisher: Concorde Filmverleih
Wertung
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