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InaiMathi Blog

Bayonetta 2: Hätt‘ ich einen Wunsch frei…

Ist es wirklich schon fast ein Jahr her, dass ich mich über den Sinn und Unsinn der Wii-U Exklusivität von „Bayonetta 2“ ausgelassen habe? Wow! Damals bekam ich auf Twitter und sonstwo noch vereinzelt Gegenwind. Ich solle doch erst einmal warten, wie die Wii-U vom Markt angenommen wird. Außerdem sei „Bayonetta 2“ doch ein guter Launch-Titel für die Nintendo-Konsole und überhaupt. Ja, genau. Und was hat uns die Warterei gebracht? Nach wie vor halte ich die Exklusivität des Spiels für ein Unding. Es ist eine Schande, dass der Nachfolger zu einem meiner absoluten Lieblings-Slasher exklusiv für eine Plattform erscheint, die – sorry! – keine Sau im heimischen Wohnzimmer stehen hat! Punkt.

Im Rahmen der diesjährigen PAX präsentierte das japanische Entwicklerstudio Platinum Games, welches sich in den vergangenen Jahren neben dem exzellenten Vorgänger (siehe meine Videospiel-Review für Xbox 360-Version von „Bayonetta“) u.a. durch das MGS-Spin Off „Metal Gear Rising“ einen Namen gemacht hat, erste bewegte Spielszenen aus „Bayonetta 2“. Und ganz ehrlich: Das Ding schaut großartig aus! Läuft auf der Wii-U angeblich in 1080p mit geschmeidigen 60 FPS. Bayonetta trägt inzwischen eine fesche Kurzhaarfrisur, ihre adrette Hexenkollegin Jeanne ließ dagegen kräftig wachsen, so macht es den Anschein. Ansonsten scheint alles wie gehabt: Erneut schnetzeln sich die beiden durch nicht enden wollende Horden von gotteshörigen Geschöpfen und sind nicht um so manche aufreizende Verrenkung verlegen.

Oh wie gerne würde ich das Ding in die Finger kriegen… – doch bleiben wir realistisch: Das wird nicht passieren, denn eine Wii-U kommt mir nach wie vor nicht ins Haus! Der Kasten mitsamt seines überdimensionierten Tablet-Thingy stellt für mich keine ernstzunehmende Alternative zur neuen Xbox One, bzw. der Playstation 4 dar. Nein, nicht einmal als Zweitkonsole. Und da Nintendo als Publisher des Titels fungiert, der dem Vernehmen nach einen Großteil der Entwicklungskosten von „Bayonetta 2“ stemmt, ist die Chance einer nachträglichen Portierung für andere Konsolen-Plattformen relativ unwahrscheinlich, wenn nicht sogar unnähernd komplett ausgeschlossen. Somit wird das Gros der bisherigen Fanbase des Titels außen vor gelassen.

Es spricht schon ganze Trilogien, wenn einer der Lead-Designer von Platinum Games öffentlich angibt, „Bayonetta 2“ werde in seinen Augen wohl das letzte Videospiel der Reihe sein. Optimismus hinsichtlich des kommerziellen Erfolgs des Titels klingt definitiv anders. Hinzu kommt: Schon der Vorgänger war schon nicht mit herausragend guten Verkaufszahlen gesegnet, sondern wurde vielmehr als Geheimtipp für Feinschmecker gehandelt. Dass die Verkäufe bei einem Wii-U exklusiven Release besser ausfallen werden – zur Erinnerung: die Wii-U liegt wie Blei in den Regalen der Händler -, scheint derweil ziemlich unwahrscheinlich.

Apropos: Im Idealfall rafft sich ein finanzstarker Publisher (hey Ubisoft, wie wär’s?) auf, kauft Nintendo die Rechte ab und gibt bei Platinum Games gleich zwei Ports für die Konsolen von Sony und Microsoft in Auftrag, was nicht sonderlich aufwendig zu realisieren wäre, bewegt sich das technische Niveau der Wii-U doch in etwa auf dem der aktuellen Konsolengeneration. Oder aber irgendwer ruft auf Kickstarter ’ne entsprechende Aktion ins Leben und… – Naja, man wird ja wohl noch träumen dürfen…

*schnief*

— InaiMathi, am 12. September 2013
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