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InaiMathi Blog

Amazon Kindle, Sony Reader oder doch das iPad von Apple?

Manchmal habe ich den Eindruck, die deutschsprachige Lit-Blogosphäre ist eine Welt für sich, eine Art Mikrokosmos. Finden ein, zwei Leute was nett und toll, so greift dies in geradezu strohfeueresquer Manier um sich, und schon bald sind annähernd alle derselben Meinung. Ein faszinierendes Beispiel dafür ist die grassierende Vorliebe für Eulen im Blogdesign, aber das ist ein anderes Thema. ;)

Derzeit sind E-Reader schwer angesagt. Grund: Diverse Verlage hatten unlängst angekündigt, Rezensionsexemplare in Zukunft nur noch (bzw. bevorzugt) im PDF-Format zur Verfügung stellen zu wollen. Und da Weihnachten nur noch wenige Tage oder zwei Kerzen (je nachdem, wie man rechnet) entfernt ist, gibt es für viele momentan nur noch ein Thema: Reader, Reader, Reader! Auf welchem liest es sich am besten? Welcher bringt den meisten Nutzen für’s hart verdiente Geld? Und ganz wichtig: Welcher E-Reader ist zukunftssicher?

Welcher E-Reader ist der beste für mich?
In meinen Augen stellt sich diese von mir einfach mal als Überschrift missbrauchte Frage überhaupt nicht, denn es gibt schlicht und ergreifend nichts besseres als den Kindle von Amazon. Punkt! Die kleinste Version des Kindle (siehe Abbildung oben) geht schon für knapp unter 100 Euro über die virtuelle Ladentheke und eignet sich somit ganz hervorragend für all jene, die einfach mal ins Thema reinschnuppern wollen, ohne gleich die ganz großen Beträge in die Hand zu nehmen. Zudem bringt der Amazon’sche E-Reader im direkten Vergleich zu Modellen anderer Hersteller und Anbieter einige entscheidende Vorteile mit sich, die – aber der Reihe nach…

Amazon Kindle
Der Kindle aus dem Hause Amazon ist sozusagen der Inbegriff eines E-Readers! In den USA verkauft sich das Teil wie geschnitten Brot, hierzulande oder allgemein in Europa stimmen die Absatzzahlen dem Vernehmen nach ebenfalls. Das liegt zum einen an der sympathischen Marke, sowie an Amazon als Anbieter, bei dem man einfach weiß, was einen erwartet: nämlich Qualität und ein starker Buchkatalog im Hintergrund. Darüber hinaus ist der Kindle schlicht ein faszinierendes Stück Hardware, das jedem Tech-Enthusiasten die Freudentränen in die Augen treibt: Zum einen wäre da die so genannte E-Ink-Technologie zu nennen. Die nutzt „echte Tinte“ für’s Rendering und stellt die Schriften und Elemente auf dem 6-Zoll-Display sehr lebensnah dar, ist dabei sowohl unfassbar energieeffizient (der geladene Akku hält laut Amazon rund einen Monat), als auch – und das dürfte insbesondere für Vielleser ganz wichtig sein – überaus augenschonend! Außerdem ist das Display des Kindle nicht spiegelnd, was Lesen auch im strahlenden Sonnenlicht ohne störende Blendeffekte möglich macht. Seine kompakten Maße (166 mm x 114 mm x 8,7 mm) und Leichtigkeit von gerade mal 170g und das enorme freie Speichervolumen von 1,2GB, was für zirka 1400 eBooks reicht, sowie die Möglichkeit über WLAN / Whisper Sync neue Bücher herunterladen zu können, machen den Amazon Kindle ebenfalls zu einem äußert sexy Gerät. Kleine Einschränkung: Der Kindle kann von Haus aus lediglich das Amazon-eigene eBook-Format wiedergeben, andere Formate lediglich über den Umweg einer Konvertierung mittels Drittsoftware. » Mehr Infos…

Sony Reader
Größter Konkurrent von Amazon ist der japanische Tech-Gigant Sony mit seiner schlicht Reader™ genannten Produktreihe. Der Sony Reader nutzt ebenfalls die E-Ink-Technologie, verfügt über annähernd dieselben Maße wie der Kindle, ist mit nur 168g ein Quentchen leichter, bietet jedoch „nur“ Platz für rund 1200 eBooks, was dennoch auch noch eine ganze Menge *hust* ist… ;) Wer mag, kann mit dem E-Reader von Sony während dem Lesen auch Musik hören, was so beim Kindle nicht möglich ist. Allerdings dürfte dies die angepriesene Batterielaufzeit von bis zu 100 Stunden deutlich reduzieren. Zudem wurden ein Kopfhörer- und USB-Anschluss sowie ein Port für eine Micro-SD-Speicherkarte (max. 32GB) verbaut, was zum einen den Anschluss an einen Computer, als auch die Aufstockung des eh schon großzügigen internen Speichers ermöglicht. Genau wie der Kindle verfügt der Sony Reader über einen integrierten WLAN-Connector. Die Synchronisierung der eigenen eBook-Bibliothek erfolgt jedoch umständlicherweise über usb und unter zuhilfenahme einer zwangssoftware von sony, was ich jetzt nicht so prickelnd finde. wahlweise über WLAN oder über den USB-Port. Im Unterschied zum Kindle werden vom Sony Reader deutlich mehr eBook-Formate unterstützt. » Mehr Infos…

Apple iPad
Gleich vorneweg: Lesen auf dem iPad ist eine Qual! Ich weiß wovon ich rede, denn ich besitze so ein Teil und habe seitdem mehrmals versucht, ein Buch darauf komplett durchzulesen – hat nie so geklappt, wie ich mir das im Idealfall vorstelle. Das iPad ist, jedenfalls als Reader, unfassbar unhandlich, viel zu schwer (das gilt auch für das iPad 2) und es spiegelt wie Sau – und das macht’s wirklich zum Totalausfall! Sitzt man mit dem Rücken zum Licht, geht quasi nichts mehr. Das ist enorm schade, denn die ansehnlich designte iBooks-App bietet wirklich eine enorme Auswahl von eBooks. Alle großen Verlage sind dort vertreten, die Preise orientieren sich an denen in der örtlichen Buchhandlung des Vertrauens und von der Aufmachung her sind die eBooks auf dem iPad ziemlich gelungen, wie ich finde. Als Tablet-PC ist das iPad sehr geil, als Hardware für den digitalen Lesegenuss eher nicht so. » Mehr Infos…

Während das iPad als ernsthafter E-Reader quasi von vornherein ausscheidet, liefern sich der Amazon Kindle und der Sony Reader ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um die Gunst der Käufer – jedenfalls auf dem Papier. Schaut man sich die knallharten Verkaufszahlen an, so ist der Kindle von Amazon der eindeutige Sieger. Klar, Quantität ist bei weitem nicht alles und schon gar kein Indikator für irgendwas; manchmal kann es auch sehr nett sein, auf den klaren Underdog zu setzen, doch in diesem Fall würde ich mich, so ich denn vor der schweren Entscheidung stehen würde, welchen E-Reader ich mir denn nun zulegen soll, ganz klar und eindeutig für den Kindle entscheiden. Amazon bietet alles aus einer Hand: Zum einen die von ihren Specs her superbe und gleichzeitig erschwingliche Hardware, die exakt das ist, was sie vorgibt zu sein, nämlich ein fantastischer, unkompliziert zu handelnder E-Book-Reader der Extraklasse, zum anderen einen gigantischen eBook-Shop im Hintergrund, der seinesgleichen sucht. An die riesige Auswahl, die Amazon, welches bekanntlich einst als Online-Buchhändler an den Start ging, seinen Kunden bietet, kommen weder Apple noch Sony heran! Oh und ja, mir ist durchaus bewusst, dass der Fakt, dass Sonys Reader in gleich drei Farbvarianten (Schwarz / Grau-Weiss / Pink) erhältlich ist, für die Ladies unter uns nicht ganz unerheblich, unter Umständen sogar ausschlaggebend (?) für den Kauf ist, aber naja… wie auch immer… ;) Für mich persönlich ist der Amazon Kindle einfach das rundere Gesamtpaket!

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

— InaiMathi, am 10. Dezember 2011
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