Man kennt das ja: Als jemand, der sich mit großem Vergnügen durch den ein oder anderen Shooter ballert, wird man gerne mal in irgendeine Ecke gestellt und profan als jemand abgestempelt, der eine Gefahr für sich und seine Umgebung darstellt. Da wird man als jemand, der sich in seinem Leben noch nie etwas gröberes hat zu schulden kommen lassen, schon mal mit ‘nem Amokläufer, Vergewaltiger, Kinderschänder und/oder Massenmörder auf eine Stufe gestellt, lediglich gestützt durch die sehr weit hergeholte Argumentation, dass es in diesen “Killerspielen”, wie das gesamte Genre in Deutschland, vor allem von sensationsgeilen Medien und unwissenden Politikern, ganz gerne mal bezeichnet wird, oft heftiger zur Sache geht, und jeder, der einen Shooter als Unterhaltung empfindet, ja zwangsläufig potenziell gefährlich sein muss.
Dass man als Gamer noch nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird, irritiert mich ja enorm. Aber wer weiß, eventuell kommt das ja noch? ;)
Harald Fränkel, seines Zeichens ehemaliger Chefredakteur des PC-Spielemagazins “PC Action” und jetziger vor sich hin tippender Freiberufler für diverse Videospielmagazine und Websites wie “GameStar”, “GamePro”, GamersGlobal.de und andere, hat sich dieses elende Vorurteil auf die ihm grundeigene Art zu vorgeknöpft: Herausgekommen ist ein gut viertelstündlicher Walkthrough durch den bereits etwas betagten, jedoch immer noch unter medialem Dauerfeuer stehenden Shooter “Modern Warfare 2″, der aufzeigt, dass es auch anders geht. Ein Let’s Play für die Pazifisten unter uns, sozusagen. In dieselbe Kerbe schlägt übrigens Fränkels streng veganes Let’s Play zu “The Elder Scrolls V: Skyrim”!


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