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InaiMathi Blog

1. FC Köln Basketball

1. FC KölnAm heutigen Sonntag, der mit bombigen 30 Grad im Schatten und ’ner Menge Sommer-Feeling aufwarten konnte, kam mir während eines chilligen Spaziergangs an den Jahn-Wiesen vor dem RheinEnergie-Stadion entlang hoch zum Decksteiner Weiher ein Gedankenspiel in den Sinn, das mich seither nicht mehr los lässt. Jetzt, wo es beim Effzeh wieder ordentlich läuft, finde ich könnte sich der Verein endlich mal dran machen, das imho ziemlich traurige Etwas namens RheinStars Köln in den Verein einzugliedern. Quasi als eigene Basketball-Abteilung, wie man dies vor nunmehr bereits über sechzig Jahren mit den beiden Sportarten Tischtennis und Handball gehandhabt hat.

Auf jeden Fall gibt’s einige Gründe, die meiner Meinung nach für eine solche Zusammenarbeit zwischen dem 1. Fußball-Club Köln und den RheinStars Köln sprechen.

Ich finde, in einer weltoffenen, multikulturellen Millionenmetropole wie Kölle am Rhing sollte eine populäre Sportart wie Basketball wieder eine größere Rolle spielen. Dies ist seit dem Drama um RheinEnergie Cologne/Köln 99ers bekanntlich nicht mehr der Fall. Zwar machen die RheinStars Köln in der Pro A, wie die Zweite Basketball-Bundesliga in Deutschland genannt wird, ihre Sache ganz ordentlich, doch so richtig will der Funken einfach nicht über springen. Die knapp 2000 Fans fassende ASV-Sporthalle, in welcher der Verein seine Heimspiele austrägt, ist zwar stets ganz gut gefüllt, doch das dürfte dann auch das obere Ende der Reichweite sein. Hört man sich auf der Straße um, weiß kaum einer, der sich nicht gerade explizit mit Kölner Sportteams befasst, wer oder was die RheinStars Köln sind, geschweige denn was diese so machen. Als in die große FC-Familie eingegliederte Basketball-Abteilung würden die RheinStars Köln von der überregionalen Popularität und Anziehungskraft des Effzehs profitieren, davon bin ich überzeugt.

Dann wäre da das Brand: „RheinStars Köln“ ist, wie ich finde, ein schwacher, grundsätzlich ungünstig gewählter Name für einen ambitionierten Basketball-Verein, der mittelfristig wieder in der Basketball-Bundesliga angreifen will. Er kommt durch und durch generisch, null emotional und alles in allem einfach nicht sonderlich anziehend rüber. Selbes gilt für den Jeck, das in jederlei Hinsicht immens grauenvolle Maskottchen der RheinStars Köln. *schauder* Zudem, und das finde ich schon recht peinlich, hört bereits eine Cheerleader-Truppe aus Düsseldorf auf denselben Namen, weshalb ich seit der Gründung der RheinStars Köln anno 2013 sowieso nie verstanden habe, weshalb die Verantwortlichen ausgerechnet diesen Namen für ihr Projekt gewählt haben. In diesem Sinne: Kloppt die RheinStars in die Tonne, 1. FC Köln Basketball ist der geile Shice!

Weiters täten sich bei einer Kooperation sicherlich einige Gelegenheiten auf, die offensichtlichen Synergien zwischen dem Effzeh und den RheinStars zum beiderseitigen Vorteil zu nutzen. Ich denke da an Sponsoren, die sich bereits jetzt zum Teil überschneiden, die Wahl des Ausrüsters, sowie mögliche Cross-Promotion-Maßnahmen vom Fußball-Grün aufs Basketball-Parkett und wieder zurück.

Außerdem bin ich der Meinung, wer offensiv die Nähe zum großen 1. FC Köln sucht, wie das die RheinStars und ihr Geschäftsführer Stephan Baeck immer mal wieder zu tun pflegen, bettelt quasi förmlich darum, beachtet zu werden. Zudem: Die RheinStars Basketball GmbH ist mit einem Büro im RheinEnergie-Stadion, Tribüne Süd, Aachener Straße 999, 50933 Köln vertreten. Geht’s noch offensichtlicher?!

Sollten der 1. FC Köln und die RheinStars Köln irgendwann zueinander finden, und erste zaghafte Anzeichen einer möglichen Kooperation gab es bereits, wäre dies ein ausgesprochen positives Zeichen für den Basketball-Standort Köln. Der große FC Bayern München hat mit seiner Basketball-Abteilung bewiesen, dass ein deutscher Fußballverein auch im Baller-Metier ganz erfolgreich unterwegs sein kann. Mich als Basketball-Enthusiasten würd’s jedenfalls tierisch freuen, wenn dies auch in Köln gelänge!

— InaiMathi, am 10. Juli 2016
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