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InaiMathi Blog

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Es ist schon eine ganze Weile her, da ging im großen Stil durch die Presse, dass der US-Portalbetreiber Yahoo das Ziel eines groß angelegten einen massiver Hackerangriffs geworden ist, bei dem – je nachdem, welcher Quelle man Glauben schenken mag, bis zu 400.000 User-Accountdaten gestohlen wurden. Die Nachricht allein sorgte seinerzeit für ein wahres mediales Erdbeben, bei dem die PR-Abteilung des Unternehmens wahrlich alle Mühe hatte, dieses wieder abklingen zu lassen. Nichtsdestotrotz haben zahlreiche Nutzer den Hackerangriff als Anlass genommen, dem Unternehmen, zu dem u.a. auch die Fotodatenbank Flickr sowie der Bloganbieter Tumblr gehören, den Rücken zu kehren. Nun wurde bekannt: Die Lage bei Yahoo ist noch weitaus dramatischer als gedacht!

Über 1.000.000.000 (in Worten: eine Milliarde) zusätzliche Accountdaten sind Yahoo zwischenzeitlich abhanden gekommen und werden nun in schattigen Ecken des Internets zum Kauf angeboten. Ein absoluter Super-GAU! Wie das Onlinemagazin „The Hacker News“ schreibt, umfasst die im Dark Net für einen Betrag um die $20.000 offerierte Account-Datenbank unzählige Nutzernamen und Passwörter, darüber hinaus auch vollständige Klarnamen, Geburtsdaten, Telefonnummern, Backup-eMail-Adressen sowie in einigen Fällen sogar unverschlüsselte Sicherheitsfragen samt der passenden Antworten. – Im Grunde kann Yahoo spätestens jetzt dicht machen, denn dem Unternehmen dürften in Anbetracht der gefühlt mehr als grottigen Sicherheitslage nun auch noch die allerletzten verbliebenen Nutzer weglaufen. Ich für meinen Teil sehe mich dort mit meinen Daten jedenfalls nicht mehr gut aufgehoben!

Wer das ähnlich sieht: Tech-Journalist Paul Thurrott hat drüben auf seinem Blog Thurrott.com eine, wie ich finde, ziemlich nützliche Anleitung online gestellt, wie man seinen Yahoo-Account deaktivieren und ein für alle mal löschen lassen kann.

Wie „NeoWin“ zu berichten weiß, könnte sich der publik gewordene neuerliche Hackerangriff auch negativ auf den weiteren Verlauf der unlängst sowieso schon ins Stocken geratenen Übernahme des einst stolzen Internet-Pioniers durch das US-Medienunternehmen Verizon auswirken. Verizon hatte im Sommer diesen Jahres angekündigt, Yahoo für $4,82 Mio. kaufen zu wollen.

— InaiMathi, am 16. Dezember 2016
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